(25) Marvin Minsky bezieht sich 1994 in dem Papier Will Robots Inherit the Earth? (Werden Roboter die Erde erben? Internet: www.ai.mit.edu/people/minsky/papers/sciam.inherit.html, referiert nach der "Neuen"a.aO.) "lobend auf das Buch Mind-Children seines Schülers Hans P. Moravec, in dem gruselfilmartig die Übertragung eines Menschengehirns in einen Computer geschildert wird: Da liegt ein Mensch mit geöffnetem Schädel und noch bewusstem Gehirn auf dem OP-Tisch. Ein Roboter-Chirurg erzeugt mit seiner Sensorhand ein Simulationsprogramm der obersten Gehirnschicht und lädt es in einen Computer. Dann trägt er die Gehirnschicht mechanisch ab und wiederholt die Prozedur für die nächste Gehirnschicht. Wenn er am Hirnstamm angelangt ist, stirbt der Körper, die "Sülze" wird abgesaugt. Das Gehirn ist nun im Computer, der Mensch dadurch `unsterblich' geworden."

(26) Und das alles,zusammen mit dem vorher Gesagten, wäre nun also: aa) der Begriff der "K.I." , bb) ihre Exemplifizierung und cc) ihre krasseste Konsequenz.

(27)  Man könnte nun zu cc) den Einwand erheben, warum die Gehirnschicht unbedingt abgetragen werden müsse, nachdem das "Simulationsprogramm" in den Computer geladen ist; ob etwa die Future-"Sensorhand" zwar an die Programme der einzelnen Gehirnschichten, aber nicht an die aller Gehirnschichten auf einmal herankommt, obwohl zwischen beidem doch nur ein gradueller Unterschied besteht, der einer weiteren technischen Entwicklung weichen würde; warum also der Mensch aus Fleisch und Blut nicht ebenfalls ganz unbeschwert weiterleben und sich darüber hinaus in Gestalt beliebig vieler unsterblicher Computerprogramme herrlich vervielfältigen könne. Und was bedeutet – zwischendurch bemerkt – überhaupt eine "Gehirnschicht"? im Unterschied etwa zu den bekannten Gehirnwindungen. Oder: falls jene Alternative die Möglichkeiten zukünftiger Sensorhände trotz allem übersteigen sollte, so bleibt immer noch die Frage, warum sich denn die besagte Vervielfältigung nicht überhaupt auch ganz ohne Sensorhand durch den Inhaber selbst des zu übertragenden Hirninhaltes, nur mit Mausklick und Tastatur, in die Tat umsetzen lassen soll; denn mehr, als sich durch Mausklick und Tastatur übertragen lässt, nimmt der Computer ja wohl nicht auf, oder doch? Man hätte dann auf die eleganteste Art und Weise zugleich auch das Klonproblem gelöst, mit dem es bis jetzt immer noch nicht richtig klappen will und das Leuten mit einer bestimmten Willensrichtung so sehr zu schaffen macht, dass sie nicht gern frei und offen darüber reden.

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© www.rochol.net, Dr.Hans Rochol, September 2003.