4.November 2014.
   

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PS 2: Ein Delikt durch Staatsgewalt im heutigen Frankreich.


Am Anfang stand ein betrügerischer Trick des Vermieters Jean Calmon-Tretjak; er stammt sicher nicht von ihm und wurde auch nicht von ihm allein durchgeführt :

M.J.Calmon-Tretjak erwähnt im Laufe der vergangenen zwölf Jahre, in denen ich bei ihm zur Miete gewohnt habe, nie die Höhe des INSEE-Indexes, geschweige denn die zu zahlende Mieterhöhung.

Auf den Quittungen steht ebenfalls nie der zu leistende Gesamtbetrag, der dort üblicherweise auch angegeben wäre, wenn es sich nur um eine Teilzahlung auf eine erhöhte Miete gehandelt hätte. Siehe die Belege auf der Seite zur Rechtsbeugung einer Richterin in der französischen Hauptstadt.

Im Gegenteil: der Vermieter bestätigt sogar nachweislich die Miethöhe von 351 Euro:
a) bei der Wohnbehörde, siehe die Bestätigung der Miethöhe, noch für Juli 2009
b) in seinem eigenen Brief an mich, in dem er zum ersten Mal eine Mieterhöhung verlangt, und zwar um über 50% mit dem Basiswert der von ihm bis zum 1.Juli 2009 anerkannten Miethöhe von 351 Euro. Siehe die erste Mieterhöhung von 351 auf 543 Euro, (Z.3 im Brieftext).

Durch sein jahrelanges bewusstes Verschweigen (– die Annahme meiner Einschreibebriefe verweigert er –; siehe Beispiel Nr.1,Nr.2, Nr.3, Nr.4) bewirkt er zunächst nur, dass ich nicht ausziehe und es keinerlei Zwischenzeiten gibt, in denen der neu zu vermietende Raum leer steht; er beabsichtigt offenbar von Anfang an, irgendwann mehrere Tausend Euro auf einmal als Mietnachzahlungen zu erzwingen.

Infolge meiner Ablehnung einer plötzlichen, gesetzeswidrigen Mieterhöhung um über 50% beauftragt er sodann einen Anwalt, M.Fauquet, der nun die eigentlich geplante Zahlungsforderung beim Namen nennt und mir hiermit offenbart, worum es dem Vermieter wirklich ging.

Es kommt mir bei dem ersten Schreiben des Anwalts (vom 09.06.09 im unteren Teil der Seite unter den Links e, f, g und h ) auf die Zahlentabellen an: M.Fauquet behauptet, ich müsse insgesamt
7 154,68 Euro an Hauptmiete und Nebenkosten nachzahlen.

Wer glaubt, ein Delikt lasse sich nicht vollstrecken, schon gar nicht in einem Rechtsstaat wie Frankreich, der irrt gewaltig:

Kaum einen Monat später, am 2.Juli 2009, kommt der Gerichtsvollzieher (aber wohlgemerkt ohne Gericht, ohne gerichtliches Urteil!) Jean-Paul Louvion und droht mir schriftlich mit einer augenblicklichen Vollstreckung, falls ich nicht augenblicklich, "IMMÉDIATEMENT", seinem "ordre" nachkomme und mehrere Tausend Euro auf den Tisch lege. Vollstreckung bedeutet Pfändung und "expulsion"; auf Deutsch würden wir – viel humaner – von einer „Räumung" sprechen – das allerdings auch erst nach einer Gerichtssitzung, bei der beide Parteien angehört werden.

Wer Lust verspürt, kann sich nun die entsprechenden Zahlentabellen in dem Drohbrief von M.Louvion S.1, S.2, S.3, S.4, S.5 und S.6 anschauen. Er wird zu seiner Überraschung feststellen, dass die hier geforderte Summe für Hauptmieten + Nebenkosten sich keineswegs mit der von M.Fauquet geforderten Summe deckt. Hier sind es 6 803,68 Euro –

und bei der Richterin, Mme Anne de Lacaussade, ein halbes Jahr später – als dann schließlich doch eine Gerichtssitzung stattfand, und zwar Anfang Januar 2010, jedoch ohne dass man es für nötig erachtete, mich auch zu der Sitzung zu laden, in der es doch hauptsächlich um mich ging... – , da waren es plötzlich `nur´ noch
4 931,38 Euro für die Hauptmietnachzahlungen, die Nebenkosten und das, was man in Paris die „indemnités d´occupation" nennt: Schadenersatz für das Verbleiben im Mietraum. Siehe ihr Urteil vom 2.Februar 2010.

Trotz der beträchtlichen Unterschiede in der jeweils geforderten Gesamtsumme (deren Einzelposten ich nach Meinung der Gegenseite ohne Mitteilung des Vermieters "automatisch" Jahr für Jahr selbst hätte erraten und begleichen müssen) heißt die Richterin das jeglicher gesetzlichen Grundlage entbehrende Vorgehen des Gerichtsvollziehers gut, der vor einem Urteil vollstrecken wollte, um eine Summe zu erpressen, deren Höhe von vornherein nicht einmal geklärt war. Sie schreibt in ihr Urteil (s. S.2), die geforderten Summen seien „wohl begründet" ("bien fondé") gewesen.

Ein Mensch mit gesundem Empfinden für Anständigkeit müsste sich genieren. „Im Namen der französischen Republik", „im Namen des französischen Volkes" ein nachweisliches Delikt zu vollstrecken, um einer bestimmten Oligarchen-Clique zu gefallen. Ich denke natürlich unter anderem an den Justizbeamten Jean-Paul Louvion, bei dem man sich fragen darf, wer seine wahren Auftraggeber waren, als er mir im Sommer 2009 schriftlich mit dem Einsatz von Gewalt drohte.




Annette Rochol
im Oktober 2014